{"id":416,"date":"2017-02-27T23:59:32","date_gmt":"2017-02-27T22:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/christiankaiser.ch\/talk\/?p=416"},"modified":"2017-03-02T06:30:34","modified_gmt":"2017-03-02T05:30:34","slug":"a-fair-go-between-coathanger-and-toaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christiankaiser.ch\/talk\/a-fair-go-between-coathanger-and-toaster\/","title":{"rendered":"A fair go between coathanger and toaster"},"content":{"rendered":"<p>Sydney gehen wir sehr ruhig an. Nach einer vollgepackten Patagonien-Reise darf\u2019s jetzt erstmals wieder etwas gem\u00fctlicher sein, und zum Gl\u00fcck haben wir genau die richtige Stadt daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt. Nach einer Woche haben wir uns schon bestens eingelebt. Was eigentlich ein wenig erschreckend ist: Da reist man auf die andere Seite des Globus und alles funktioniert wie zuhause. Wohnen, einkaufen, bezahlen, \u00d6V und so weiter. Es ist, als w\u00e4ren wir schon immer hier gewesen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren wir diese erste Woche nicht ganz unt\u00e4tig: Die obligaten touristischen Highlights haben wir abgeklappert, im CBD waren wir shoppen und die Jogging-Strecke ist eingeweiht (durch Hyde Park und Botanical Garden zum Mrs Macquaries Point und wieder zur\u00fcck). Carmen hat ein Yoga-Studio gefunden, ich eine Kunstgalerie mit \u00abLife drawing\u00bb Klasse und gemeinsam qu\u00e4len wir uns durch den Chinesisch-Crash-Kurs, damit wir dann in ein paar Wochen\u00a0nicht nur Bahnhof verstehen. Nach einem Monat Restaurant-Essen steht uns momentan der Sinn nach selber kochen, was wir dank \u00abWoolworths\u00bb und unserer gut eingerichteten K\u00fcche problemlos hinkriegen.<\/p>\n<p>Und gerade weil hier die Dinge so \u00e4hnlich ablaufen\u00a0wie zuhause, wird uns nochmals bewusst, was alles in Buenos Aires anders (oder bloss komplizierter) war. Unweigerlich beginnt man zu vergleichen: Buenos Aires protzt mit seinen Bauten aus der Jahrhundertwende, Sydney trumpft mit viel Platz und Gr\u00fcnfl\u00e4chen; Buenos Aires hat den Tango, Sydney das Opernhaus; La Boca versus The Rocks; San Telmo oder\u00a0Bondi Beach; Palermo oder\u00a0Surry Hills, und so weiter. Aber darum geht\u2019s ja gar nicht, beide St\u00e4dte haben ihre Licht- und Schattenseiten. Erstaunlich ist, wie unterschiedlich sich diese\u00a0Orte entwickelt haben, obwohl sie eigentlich eine ganz \u00e4hnliche Geschichte teilen: Sowohl Sydney als auch Buenos Aires sind Millionenst\u00e4dte, Hafenst\u00e4dte, reiche Handelsst\u00e4dte, gr\u00f6sste Stadt ihres Landes. Beide L\u00e4nder sind riesig, reich an Rohstoffen, ehemalige Kolonien. Beide haben damals die indigene Population verdr\u00e4ngt, sich sp\u00e4ter vom Mutterland gel\u00f6st und sind zu Industrienationen aufgestiegen.<\/p>\n<p>Wie lassen sich nun die Unterschiede erkl\u00e4ren? Politik, Misswirtschaft und Korruption? Strafkolonien, Rum und angels\u00e4chsischer Imperialismus? Einfache Antworten gibt\u2019s keine. Aber die Suche nach Indizien, die Hinweise darauf geben, weshalb sich die Geschichte in die eine oder andere Richtung gewendet hat, das ist es (unter anderem), was das Reisen so interessant macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sydney gehen wir sehr ruhig an. Nach einer vollgepackten Patagonien-Reise darf\u2019s jetzt erstmals wieder etwas gem\u00fctlicher sein, und zum Gl\u00fcck haben wir genau die richtige Stadt daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt. Nach einer Woche haben wir uns schon bestens eingelebt. 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