{"id":257,"date":"2017-01-25T23:59:07","date_gmt":"2017-01-25T22:59:07","guid":{"rendered":"http:\/\/christiankaiser.ch\/talk\/?p=257"},"modified":"2017-04-23T03:39:47","modified_gmt":"2017-04-23T02:39:47","slug":"carretera-austral","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/christiankaiser.ch\/talk\/carretera-austral\/","title":{"rendered":"Carretera Austral"},"content":{"rendered":"<p>Am Montagmorgen nahmen wir unseren Mietwagen entgegen und brachen nach S\u00fcden auf. Am ersten Tag legten wir &#8222;nur&#8220; 110km zur\u00fcck, unterbrochen von einer halbst\u00fcndigen F\u00e4hren\u00fcberfahrt.<\/p>\n<p>Kurz nach der F\u00e4hre hielten wir irgendwo an der K\u00fcstenstrasse an und gingen f\u00fcrs Mittagessen ans Meer runter. Nachdem wir dort 10 Minuten auf einem grossen Stein gesessen waren und in menschenleerer Umgebung unseren Lunch verdr\u00fcckten, h\u00f6rten wir pl\u00f6tzlich Plansch-Ger\u00e4usche vom Meer her. Und siehe da, wir kriegten Besuch: Eine Gruppe von vier Delfinen schwamm rund 30m von der K\u00fcste entfernt seelenruhig an uns vorbei, und die Tiere tauchten dabei alle paar Meter mit ihrer typischen Rolle aus dem Wasser auf. Was f\u00fcr eine sch\u00f6ne und unerwartete Begr\u00fcssung!<\/p>\n<h4>Hornopir\u00e9n<\/h4>\n<p>Am Nachmittag kamen wir dann in Hornopir\u00e9n an. Ein guter Teil der Strasse war Schotterpiste, so konnten wir schon mal ausprobieren, wie gut sich unser Suzuki auf diesem Untergrund fahren l\u00e4sst. Wir bezogen unser Zimmer in einer einfachen Caba\u00f1a und gingen f\u00fcrs Nachtessen ins Restaurant. Im Gegensatz zu Argentinien stehen hier auch Fisch und Meeresfr\u00fcchte hoch im Kurs. Kein Wunder, liegen doch die Fischgr\u00fcnde und -farmen gleich vor der Haust\u00fcre. Also bestellten wir Salm\u00f3n bzw. Mariscos und wurden nicht entt\u00e4uscht: Selten hab ich so frische, so verschiedene und so viele Muscheln gegessen, und Carmens Lachstranche von der Gr\u00f6sse eines argentinischen Steaks war auch nicht zu verachten. \u00a1Muy rico!<\/p>\n<h4>Nochmals F\u00e4hre<\/h4>\n<p>Da in Hornopir\u00e9n die Strasse nach S\u00fcden endet, kommt man nur mit dem Schiff weiter. Wir fuhren also fr\u00fchmorgens auf die F\u00e4hre und genossen die 4-st\u00fcndige \u00dcberfahrt, auch wenn das Wetter neblig-regnerisch war. Die Landschaft rundherum wurde immer steiler, bald fuhr das Schiff in einen langgezogenen Fjord und stoppte an einem einsamen Steg. Nun fuhren alle Autos im Konvoi 10km \u00fcber eine unbewohnte Halbinsel, nur um auf der anderen Seite nochmals auf eine F\u00e4hre zu verladen. Nach dieser weiteren Fahrt erreichten wir Caleta Gonzalo. Ab hier f\u00fchrt die Strasse weiter, doch wir bezogen f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei N\u00e4chte eine der 7 Caba\u00f1as, die gleich neben der F\u00e4hrstation liegen.<\/p>\n<h4>Caleta Gonzalo<\/h4>\n<p>Caleta Gonzalo hat weder Internet noch Mobilnetz-Empfang, es besteht einzig aus einem Caf\u00e9, 7 Caba\u00f1as, einem Naturpark-Infocenter und der F\u00e4hren-Anlegestelle. V\u00f6llig abgeschieden, k\u00f6nnte man meinen, doch nein: Alle paar Stunden kommt \u00abDon Beto\u00bb, die F\u00e4hre, und man muss sich dieses Schauspiel wieder und wieder ansehen: Zuerst kommen auf der Strasse von S\u00fcden immer mehr Fahrzeuge an, stellen sich in eine lange Kolonne und warten. Dann kommt die F\u00e4hre und giesst einen Schwall von Motorr\u00e4dern, Pick-ups, Velos und Bussen auf den kleinen Platz. Backpacker suchen eine Mitfahrgelegenheit und unschl\u00fcssige Fahrer werden vom Hintermann angehupt. Kaum ist die F\u00e4hre leer, fahren schon die Autos aus der Warteschlange \u00fcber die Landungsbr\u00fccke. Dann legt \u00abDon Beto\u00bb ab und es kehrt wieder Ruhe ein. Oder kommt dort schon das n\u00e4chste Auto daher? F\u00fcr uns war es ein wenig wie fernsehschauen. Als es eindunkelte, wurde das Treiben weniger und im Caf\u00e9 waren jetzt nur noch die G\u00e4ste aus den Caba\u00f1as f\u00fcrs Nachtessen versammelt.<\/p>\n<h4>Parque Pumalin<\/h4>\n<p>Am Mittwoch erkundigten wir den Parque Pumalin. Dies ist der gr\u00f6sste private Naturpark Chiles und Caleta Gonzalo liegt mittendrin. Das Gebiet ist ein sehr steiles Tal und die Carretera Astral f\u00fchrt am Talboden hindurch. Der Park kann nur auf den ausgeschilderten Routen begangen werden, denn gleich neben der Strasse beginnt dichte Vegetation. Der &#8222;Sendero de Alerces&#8220; f\u00fchrte uns durch diesen Urwald und an 1&#8217;000 j\u00e4hrigen L\u00e4rchen vorbei. Und ausgerechnet auf der H\u00e4ngebr\u00fccke musste mir meine Sonnenbrille runterfallen, sie wird den Bergbach nun noch ein wenig l\u00e4nger geniessen&#8230; Danach machten wir uns noch auf den Tronador Trail, der vom Lonely Planet-Reisef\u00fchrer zu recht als Treppenhaus bezeichnet wird. Jedenfalls legten wir in subtropischer Feuchtigkeit gut und gerne 400 H\u00f6henmeter zur\u00fcck, bis wir dann nach einer Stunde beim &#8222;Mirador Michinmahuida&#8220; unseren Lunch geniessen konnten. Beim Abstieg freuten wir uns schon auf Dusche und Kaffee, und den Rest des Nachmittags verbrachten wir wieder mit fernsehgucken: Anlegen, ausladen, einladen, abfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montagmorgen nahmen wir unseren Mietwagen entgegen und brachen nach S\u00fcden auf. Am ersten Tag legten wir &#8222;nur&#8220; 110km zur\u00fcck, unterbrochen von einer halbst\u00fcndigen F\u00e4hren\u00fcberfahrt. 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